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Motoraufhängung bei R25/3 und R26.
Aufbau der Motoraufhängungen vorn und unten

Die Funktion der beiden Motoraufhängungen unterscheiden sich im Aufbau grundlegend.

Bei der unteren Motorlagerung liegen die Gummiblöcke im Motorgehäuse. Die Achse auf der diese Gum­mis sitzen ist mit dem Gehäuse fest verspannt. Der Motor kann sich auf den Gummiblöcken bewegen.

Bei der Motorhalterung vorn sind die Gummiblöcke in den Rahmen eingelegt. Die Befestigungsschraube ist über den Stirndeckel fest mit dem Motor verbunden. Sie vibriert also im Betrieb. Diese Schraube darf daher mit dem Rahmen nicht fest verschraubt werden. Sowohl Schrauben- kopf, als auch die Mutter, dürfen keine direkte Verbindung mit dem Rahmen haben.


a) Motoraufhängung vorn:

Motor, d.h. Stirndeckel fahrerseitig links;
- 77 (Anlagescheibe für Motorbefestigung vorn)
- 76 (Gummilager für Motorbefestigung vorn) mit 75 (Abstandsrohr für Motorbefestigung vorn)
- Rahmenteil
- 82 (Federring B10)
- Sechskantmutter

Auf der anderen Seite erfolgt der Aufbau spiegelverkehrt.

Hierdurch wird das Teil 74 (Sechskantschraube für Motorbefestigung vorn) geführt. Das ist eine Schraube und keine Gewindestange. Sie hat ein Feingewinde.

Montagehinweis:

Die Summe der Maße der zu verbauenden Einzelteile plus Stirndeckel ist minimal kleiner, als der Abstand der Aufnahmen innerhalb des Rahmens. Auch sollen die Distanzhülsen minimal (1 mm) außen aus dem Rahmen hervorstehen. Nur so kann entkoppelt werden.

Montagetip:

Die Gummis lassen sich ohne Hülsen besser in die Aufnahmen drücken. Die Hülsen kann man, wenn nötig, mit einer 10er Schraube reinziehen bis sie mit dem Gummibund plan sind. Hilfreich ist auch ein Tropfen Spüli als Gleitmittel. Bitte kein Öl oder Fett!

b) Motoraufhängung unten:

- 79 (Gummilager für Motorbefestigung unten)
- 78 (Abstandsrohr für Motorbefestigung unten)
- 79 (Gummilager für Motorbefestigung unten)

Hierdurch, alles am und durch den Motor verbaut, wird das Teil 80 (Bolzen für Motorbefestigung unten) geführt und links und rechts mittels Unterlegscheiben und Muttern verschraubt.


Bei beiden Aufhängungen gilt, dass nach fest (angezogen), verbogen kommt. Also immer sachte und mit Gefühl.

Teilemaße

a) Motoraufhängung vorn
-77 (Anlagescheibe für Motorbefestigung vorn)
Außendurchmesser: 26 mm
Bohrungsdurchmesser: 10,5 mm
Stärke: 2 mm

- 75 (Abstandsrohr für Motorbefestigung vorn)

Länge: 27,5mm
Außendurchmesser: 14mm
Innendurchmesser: 10,5mm

- 74 (Sechskantschraube für Motorbefestigung vorn)

Länge 257mm mit Kopf
Gewinde: M10x1
Mutter: M10x1, 17er Schlüsselweite, Dicke 6 mm

b) Motoraufhängung unten

- 78 (Abstandsrohr für Motorbefestigung unten)
Länge: 167 mm
Außendurchmesser: 16mm
Innendurchmesser: 10,5m

- 80 (Bolzen für Motorbefestigung unten)

Länge: 261mm (Soll ein Seitenständer montiert werden, muss der Bolzen ca. 8mm länger sein.)
Gewinde: M12x1,5
Muttern: M12 x 1,5, 19er Schlüsselweite

Rahmenmaße Motoraufhängungenvorn und unten

a) Rahmenmaße vorn:
Der Innenabstand der Aufnahmen für die Gummiblöcke beträgt bei einem neuen Rahmen 195 mm. Das Außenmaß des Stirndeckels im Bereich der durchgehenden Bohrung für die Befestigungs­schraube beträgt 180 mm.

b) Rahmenmaße unten:

Außen: 235mm
Innen: 167mm
Motorbreite an dortiger Stelle: 161mm
Linker und rechter Gummibund: 2 x 3 mm zwischen Rahmeninnenseite und Motorblock.

Der verbogene Rahmen

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Motoraufhängung vorn rahmenseitig verbogen sein kann. Zum einen können die Aufnahmen schielen und zum anderen kann der Abstand nicht mehr 195 mm be­tragen, sondern kleiner sein.

a) Schielende (nicht fluchtende) Aufnahmen

Hier kann es sinnvoll sein, einen Scherenwagenheber zwischen die Aufnahmen zu platzieren, die Rahmenrohre z.B. durch einen dicken Spanngurt auf Spannung zu bringen, und dann die Aufnah­men auseinander zu drücken.
Je nach Einzelfall dürften unterschiedliche „Strategien“ sinnvoll sein.

b) Abstand der Aufnahmen zu gering
Es wird ein Scherenwagenheber zwischen den vorderen Rahmenrohren, nicht an den Aufnahmen, abgestützt und zuvor unterlegt. Viel Platz ist dafür mit eingebautem Vorderrad nicht. Dann wird der Rahmen langsam millimeterweise auseinander gedrückt.
Beispiel: Der Rahmen wird um ca. 5 mm auseinander gebogen und der Wagenheber wieder entlas­tet. Von den 5 mm Dehnung bleiben ca. 1 mm übrig. Es wird also überdehnt, um eine bleibende Rahmenkorrektur zu erreichen. Die Prozedur wird wie­derholt, bis das Maß ohne Wagenheber 195 mm beträgt.
8 Mar 2012 - 14:41 von cledrera Rahmen & Anbauteile | Kommentare (0)
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